Montag, 25. April 2016

Leserpost zum IC-7300



In letzter Zeit hat sich etwas Leserpost zum IC-7300 angehäuft. Hier einige interessante Beiträge.

Mathias DK4BM schreibt:

Hallo lbr OM Anton,
was haben diese Menschen alle gemein?
Ich glaube nichts, oder die Schnittmenge ist so klein, dass sie mit meinem Equipment nicht mehr messbar ist.
Jedenfalls war ich gestern in einem Musik-Konzert in der Nähe und war natürlich wie immer bei Anlässen dieser Art, sehr an der verwendeten Bühnentechnik interessiert.
Zugleich dachte ich an meine Hifi-Anlage zuhause und stellte Parallelen her.
1973 wurde bei Philips und Sony der jetzige Standard für unseren immer noch sehr beliebten Tonträger, die Compact-Disc beschlossen und verankert.
1983, also 10 Jahre später kamen die ersten CD-Player auf den Markt, um der Analog-Schallplatte den Rang abzulaufen.
Zeitgleich stellte sich eine Gegenbewegung ein, die bis heute mit den unterschiedlichsten Tatsachen aber auch Vodoo-Geschreibsel am „schwarzen Gold“ festhält.
Anfänglich zu recht, denn die ersten Player waren mit ihren Laufwerken und unpräzisen Wandlern alles andere als gut klingende Geräte.
Nach den ersten Jahren waren die Kinderkrankheiten überwunden und die Geräte samt ordentlich gefertigter Tonträger der analogen Schallplatte weit überlegen.
Allen Unkenrufen zum Trotz hat sich bei mir auch noch keine CD aufgelöst, so wie es die Weltuntergangsfanatiker prophezeit haben.
Zwar gab es das sogennante „Bronzing“ bei einigen fehlerhaft gepressten Scheiben, die Anzahl dieser steht aber in keinem Verhältnis zu den Ausschuss-Vinyl-Pressungen, wo das Etikett auf der Rille klebte, seltsame Granulat-Auswüchse den teuren Abtaster in die ewigen Jagdgründe beförderte oder durch falsche Lagerung ein Höhenschlag entstand, der sowohl den Bassmembranen als auch meinen Ohren schwer zu schaffen machte.
Kurzum, unsere Musik-Welt ist seit langem mit Wandlern verdigitalisiert: Von der Aufnahme bis zur Wiedergabe im Studio oder auf der Bühne, wo das Musikinstrument oder die Stimme mit der sündhaft teuren Technik verbunden wird, gibt es kaum oder gar keine analogen Zwischenschritte mehr.
Auf Details will ich hier nicht weiter eingehen, das würde den Blog auch sicher für viele Leser uninteressant machen.
Fakt ist aber: Die alten 1“ Bänder sind seit Jahrzehnten passé und das ist auch gut so, denn auf ihnen verschwinden ganze Frequenzblöcke während die die Vor-Echos sich mit dem immer lauter werden Rauschen die häufig schon aufgeweichte PVC-Folie teilen.
Fragt man einen Tontechniker heute nach getaner Arbeit bei einem Absacker, ob er gerne nicht mal wieder mit der „guten alten Technik“ schneiden und mischen wolle, schaut man in ein fahles, blass werdendes Gesicht mit geweiteten Augäpfeln und der klaren Aussage: “Um Himmels Willen bloß das nicht.“
Sicherlich mag mein Geschreibe den Vodoo-Jüngern gar nicht gefallen, denn mit Lautsprecherkabeln lassen sich pro Meter auch ganz locker Preise von EUR500,- und mehr erzielen.
Mit den wildesten Formeln wird hier dem Laien vermittelt, warum die Musik mehr Wärme und Räumlichkeit erhält.
Solche Mitmenschen haben noch nie in einem Probenraum gestanden oder ein Tonstudio besucht.
Sicher, die Wahrheit tut manchmal weh.
Zurück zum Icom IC-7300: Ich selbst habe noch kein Gerät in den Fingern gehabt, was in der Gesamtheit eine so runde Mischung ergibt wie dieser autarke Transceiver, der ohne PC das leistet, was andere Geräte in weitaus teureren Gefilden nicht können.
Ich betrachte hier nur die Empfängerseite, denn der Sender ist ohnehin über jeden Zweifel erhaben.
Nimmt man also wieder den Tontechniker, der bei analogen Aufzeichnungsgeräten je nach Bandgeschwindigkeit und Güte noch bis +12dB aussteuern konnte.
Bei Einführung der ersten digitalen Aufzeichnungsgeräte war, wie bei unserem SDR’s bei allen High geschalteten Bits Schluss.
Versuchte man beispielsweise einen DAT mit >0dB zu übersteuern, wurde man mit einer komplett unbrauchbaren Aufnahme belohnt.
Die gesamte Arbeit war für den Allerwertesten.
Diese Erfahrung mussten etliche Techniker machen und umlernen.
Speise ich einen 1kHz Sinus auf einer freien QRG im 20m Band über eine kleine Behelfsantenne aus meinem Messsender in meinem IC-7300 ein, erhalte ich ein stabiles Mikrobensignal ohne Fading. Fange ich nun an, den ADC des Empfängers mit Zuschalten der Preamps zu überfahren ist logischerweise das Mikrobensignal dahin.
Bewege ich aber meinen ADC dank RF-Gain und ATT in einem linearen Arbeitsbereich, ist das Signal immer zu hören, bis ich fast am Linksanschlag des stufenlosen Abschwächers angekommen bin.
Das Rauschen nimmt dabei nicht zu. Mache ich den gleichen Test mit einem analogen Transceiver der deutlich höheren Preisklasse bekomme ich das Signal überhaupt nicht zu hören, ganz einfach weil das Empfängerrauschen schon alles andere platt macht.
Der deutlich höhere IP3 hilft mir da nämlich gar nicht…
Die Klangqualität der DSP-Filter und NF-Endstufe des 7300ers ist im Übrigen ein Genuss, da müssen schon die meisten anderen passen.
Ich habe noch keinen so angenehmen und ruhigen RX besessen.
Ein Vergleich mit dem preislich ähnlich angesiedelten TS-590SG von Onkel Kenni steht an, konnte aber mangels Hardware noch nicht durchgeführt werden.
Theorie und Praxis, zwei Welten, das war schon immer soJ
Vy 73s de Mathias
DK4BM




Chris, DG8VC hat folgenden Kommentar zum Tuner-Dongle geschrieben. Dieser steht zwar im Kommentar-Bereich des entsprechenden Blog-Eintrags. Er scheint mir aber so wichtig, dass ich ihn hier noch einmal wiedergeben will:

Hallo Anton!
Mit der ICOM-Tuner Steuerung habe ich mich auch eine Zeit lang beschäftigt. Gibts ja auch für teuer Geld zu kaufen.
Es geht aber noch viel simpler:
http://www.qsl.net/kg6mvb/tuner.htmloder
http://www.hampedia.net/icom/ic-706-10-watt-tune-modification-an-icom-ic706-tune-trigger.phpFunktioniert an meinem IC-7200 einwandfrei.
73, Chris DG8VC


Ekki DK2CH hat sich den Layout des Mainboards im IC-7300 genau angesehen und eine interessante Entdeckung gemacht:
Hallo Anton,
ich habe mal das Layout vom Mainboard (Oberseite) für ADC und FPGA aus dem Service-Manual
(gibt es in mods.dk) rausvergrößert und die Anschlußbelegung vom LTC2208-14 und LTC2208 (16Bit) aus den Datasheet-Beschreibungen übernommen. Die ADCs sind pinkompatibel.
LTC2208-14 :
Eingang Pin 8 und 9
Ausgänge Pin 44 bis 48 und Pin 51 bis 59 (14 Bit)
Pin 42 und 43 wären dort NC, es gehen aber Leiterbahnen von diesen Pins zum FPGA.
LTC2208 (16Bit) :
Eingang Pin 8 und 9
Ausgänge Pin 42 bis 48 und Pin 51 bis 59 (16 Bit)
Also : Die Leiterplatte ist schon mal für den späteren Ausbau (16 Bit) vorbereitet und Daten vom Pin 42 und 43 werden in der FPGA-Software ( in Assembler NOP ) nicht benötigt oder es ist doch schon der 16 Bit-ADC eingebaut.
Wir spekulieren weiter, hi.
Anbei die drei JPG-Files.
vy 73 de DK2CH Ekkehard (Ekki)

Michael IN3RAY, der übrigens auch ein eigenes Blog hat, meint zum Preselector:

Hallo Anton,
auch ich stand mal vor den selben Problemen mit meinem SDR - als Preselector habe ich mich für ein "Z-Match" entschieden, da hat man dann Antennenanpassung und Vorselektion. Im WEB gibt es tolle Bauanleitungen. Würde mich freuen wenn du mal wieder auf meinem Blog vorbeischaust.
Beste 73 de
Michael / IN3RAY


Bild: Inselquiz. Um welche (europäische) Insel handelt es sich hier?







Kommentare:

Anton's Funkperlen hat gesagt…

Auflösung Inselrätsel: Bornholm

klaus hel hat gesagt…

Ich verfolge die IC-7300 yahoo-group von Beginn an und habe mir etliche Meinungen herauskopiert, kann die aber hier nicht einfügen (iPad Schuld?). Könnte die Liste per emai senden, falls Interesse besteht. Gruß, Klaus