Dienstag, 17. Oktober 2017

Antennentest der Schweizer Pfadfinder-OM



Im HB-Radio Nr.5, das die USKA (Union Schweizerischer Kurzwellen-Amateure) herausgibt, wurde ein Antennentest publiziert, wie ich ihn noch nie gesehen habe. Es ging darum NVIS, also steilstrahlende Antennen, zu vergleichen, wie sie für JOTA- und Notfunkverbindungen im 80m Band gebraucht werden.

Zu diesem Zweck wurden auf offenem Feld eine ganze Palette unterschiedlicher Antennen aufgebaut. Die damit gesendeten Signale wurden von Empfangsstationen in der ganzen Schweiz mit SDR aufgezeichnet und verglichen.

Der Aufwand, der dafür getrieben wurde, war enorm und man muss den Organisatoren zu dieser Meisterleistung gratulieren.

Die meisten OM in der Schweiz haben zwar keine freie Wiese zur Verfügung und können von den Antennen-Ungetümen, die dort ausprobiert wurden, nur träumen. Trotzdem machte es Spaß, über dieses Experiment zu lesen, und einige Erkenntnisse können vielleicht auch dem einen oder anderen OM dienen, der seine Antenne in die Häuserschluchten quetschen muss.

Aufgebaut wurden vor allem Militärantennen (für SE-430), darunter eine liegende Quad in 12m Höhe mit Reflektor auf 6m, aber auch eine Carolina-Windom (im Artikel als FD4 bezeichnet) und eine T2FD.   
Letztere geistert schon seit Jahrzehnten durch die Literatur und ist nichts anderes als ein Schleifendipol, der mit einem Widerstand abgeschlossen und damit breitbandig wird. Im Zeitalter der automatischen Antennentuner keine berauschende Idee. Je nach Frequenz wird eine mehr oder weniger große Sendeleistung im Abschlusswiderstand verbraten. Vor 30 Jahren hatte ich eine selbstgebaute T2FD in Betrieb, doch nach einem halben Jahr verschwand sie wieder in der Versenkung. Alles was ich darüber sagen kann ist: es war eine sehr ruhige Empfangsantenne, aber zum Senden nicht viel mehr als ein Dummy Load mit angehängtem Draht.

Leider war unter den Versuchskaninchen keine Antenne für den OM ohne Wiese nebenan, wie zum Beispiel ein Inverted-V Dipol. Gerne auch niedriger als 12m. Das wäre doch die klassische Notfunkantenne, nicht wahr?

Das Resultat des Großversuchs war, wie es der gewiefte "Antennensimulant" erwarten würde. Das ist der Typ von OM, der zuerst eine Antennesimulation auf dem Computer laufen lässt, bevor er nach Draht und Isolatoren greift ;-)

Die T2FD war im Test natürlich grottenschlecht und weit abgeschlagen und die liegenden Quad und ihre Schwester, die liegende Delta-Loop, schwangen oben aus.
Auch die Carolina-Windom, obwohl mit ihrer stolzen Länge von 42m ebenfalls in luftigen 12m Höhe schwebend, schwächelte gegenüber den Militärantennen. Zwar ist die Carolina eine Windom, aber eben keine FD4. Die Carolina hat eine vertikale Komponente!

Ein Rätsel blieb für mich die Referenzantenne, eine 88m lange Beverage, die in der Mitte an einem 8m hohen Mast hing und von diesem beidseitig bis auf einen halben Meter über Boden herunterlief. Wieso nicht ein gemeiner Dipol als Referenz benutzt wurde, erschließt sich mir nicht.

Aber vielleicht werden wir in der nächsten Ausgabe des HB-Radio in einem Folgeartikel mehr darüber lesen.

Erstaunt hat mich, dass die Experimentatoren keine Wirkung der Reflektoren feststellen konnten.  Woran das liegen könnte, darüber könnte eine Antennensimulation Aufschluss geben.
Schmunzeln ließ mich auch die Erkenntnis, dass es wegen Übersteuerung mit den SDR Schwierigkeiten gab. Gerade gestern Abend hat mich mein IC-7300 wieder auf 160m mit Phantom-Signalen genervt, die erst mit dem externen Preselektor wieder verschwanden.

Nächstens ist dieser interessante und umfangreiche Bericht der Pfadi-OM sicher im Archiv der USKA zu lesen, das auch Nicht-Mitgliedern offen steht. Empfehlenswert!

Für Military-Fans: hier geht es zur Beschreibung des SE-430 Funksystems

Bild: Gemischtwarenladen




Mittwoch, 11. Oktober 2017

Die Antenne - der beste HF-Verstärker





Nach einem wunderbaren Sommer genießen wir hierzulande nun einen ebenso schönen Oktober.
Stabile Hochdrucklagen im Herbst sind in den letzten Jahren selten geworden, demzufolge auch entsprechende Überreichweiten auf den VHF/UHF/SHF Bändern. Vielleicht können wir aber in den nächsten Tagen von guten UKW Bedingungen profitieren. Zumindest hier im Südwesten. In Norddeutschland sieht es dagegen zappenduster aus. Und vom Atlantik her droht weiteres Ungemach. Der Tropensturm Ophelia zieht nicht in die Karibik, wie das Tropenstürme in dieser Jahreszeit tun, sondern gegen Nordspanien.
Nicht nur die Weltpolitik spielt verrückt, auch das Wetter macht mit.

Wer eventuelle UKW-Überreichweiten frühzeitig erkennen möchte, findet hier und hier zwei hilfreiche Seiten.

Um UKW-Überreichweiten zu nutzen, braucht es natürlich entsprechendes Equipment und vor allem gute Antennen. Hier meine beiden Lieblingsseiten was dieses Thema anbelangt:
Da ist mal das ausgezeichnete Antennen-Blog von Willi HB9PKZ. Wichtig vor allem, wenn man an der theoretischen Seite interessiert ist und nach höheren Frequenzen strebt.
Und hier die mehr praktische Seite von DK7ZB. Seine Antennen funktionieren, wie ich bereits mehrfach feststellen konnte (1,2)

Zum Thema andere Länder, andere Sitten:



Bild 1: Antennen oder Landesignale für Aliens?
Bild 2: "Matratzen-Antenne für TV-Empfang. Man beachte die unterschiedlichen Quad-Abmessungen!
Bild3: Drahtloser Internet-Zubringer via Mikrowellen.

Mittwoch, 4. Oktober 2017

DX im Rauschen



DX - weltweite Funkverbindungen - faszinieren fast jeden frischgebackenen Funkamateur. Und so ist es denn in der Regel auch das erste was der Newcomer nach der Lizenzprüfung tut: er geht auf die Jagd nach Stationen auf anderen Kontinenten und Inseln in den Weiten der Ozeane. Manch ein OM kann sich ein Leben lang dieser Faszination nicht entziehen, auch wenn heute im Zeitalter des Internets die Welt zu einem Dorf geworden ist.

Zur Zeit sind die Bedingungen günstig. Der Oktober zählt zu den besten DX-Monaten des Jahres. Obwohl sich der laufende Sonnenzyklus seinem Ende nähert, sind die höheren KW-Bänder wieder etwas zum Leben erwacht. Doch das wird leider nicht so bleiben.

Trotzdem gibt es für den DXer Hoffnung, auch in Zeiten geringer Sonnenaktivität seiner Leidenschaft frönen zu können. Im neusten QST (Oktober 2017) beschreibt Carl K9LA, wie man der Ausbreitung ein Schnippchen schlagen kann und auch dann noch QSO's zu Stande bringen kann, wenn es gemäß VOACAP nicht mehr gehen sollte.

Eine alte Indianer-Regel sagt zwar, dass man absteigen soll, sobald man merkt, dass man ein totes Pferd reitet. Doch auf den KW-Bändern sollte man sich das mit dem "Absteigen" gut überlegen. Auch wenn das Band scheinbar tot ist und keine SSB oder CW Signale zu hören sind, könnten Funkverbindungen trotzdem möglich sein.

Der Trick ist: anstatt absteigen muss man umsteigen.
Die digitalen Betriebsarten JT65, JT9 und FT8 funktionieren auch dann, wenn die Signale für das Ohr des Operateurs nicht mehr hörbar sind. Signale die bis ca. -26dB unter dem Rauschpegel liegen, können noch decodiert werden.
Das reicht, um auch dann noch über die Ionosphäre zu funken, wenn es die MUF eigentlich nicht mehr erlauben würde. Carl zeigt in seinem Artikel auf, dass noch bei einer MUF von 23 MHz im 10m Band digitale Verbindungen möglich wären.

Zwar wird der Großteil der 10m Welle in diesem Fall nicht mehr von der Ionosphäre reflektiert, aber trotzdem sollen noch Reste des Signals zur Erde zurück gestreut werden, wie Carl anhand eines Beispiels ausführt.

Doch wie immer im DX-Universum gilt auch hier: gute Antennen und genügend Leitung erhöhen die Chancen. 
 

Montag, 2. Oktober 2017

Schlechte Prognosen für den nächsten Sonnenzyklus


Langsam geht der momentane Sonnen-Zyklus (Nummer 24) zu Ende. Er war der schwächste seit fast 200 Jahren. Sein Vorgänger, Nummer 23, war übrigens der längste seit 200 Jahren und einer der längsten seit dem Beginn der Aufzeichnungen 1755. Er dauerte ganze 151 Monate oder 12.6 Jahre.
Wie lange die Nummer 24 wird, steht noch nicht fest. Das letzte Minimum war ja ungewöhnlich lang und das vergangene Maximum überraschte mit einem Doppel-Peak. Die Sonne sorgt immer wieder für Überraschungen.

Die Experten rätseln aber bereits am nächsten Zyklus (Nummer 25) herum. Und wie immer ist die Bandbreite der Vorhersagen groß.
Die gute Nachricht ist, dass bisher niemand ein Ausbleiben des 25. Zyklus prophezeit.
Die schlechte Nachricht: Nummer 25 soll nur halb so groß werden wie Nummer 24.

Kurzwellenfunker gehen also vermutlich schlechten Zeiten entgegen. Ausbreitungsbedingungen wie sie ältere Semester noch erlebt haben, wird es vermutlich in den nächsten Jahrzehnten nicht mehr geben.
Ein rund um die Uhr offenes 10m Band mit sehr starken Signalen aus Japan am frühen Morgen und "Lokalrunden" mit kalifornischen Stationen am Abend.
Ich erinnere mich an die Zeit, als die Ortsfrequenz in Bern 29.6 MHz AM war - 2m FM existierte damals noch nicht. Lustigerweise hatten auch die New Yorker ein Netz auf 29.6 MHz. Und so kam es zu regelmäßigen Verbindungen über den Atlantik - auch zwischen Mobilstationen. Benutzt wurden umgebaute CB-Geräte.
Aber auch in SSB und CW ging die Post ab. 10m DX Mobile war damals meine Lieblings-Betriebsart. Der Transceiver hockte in den 70er Jahren auf dem Beifahrersitz im Triumph GT6 und die lange Fiberglas-Rute hinten auf dem Kotflügel war damals die Standardantenne. Wir nannten sie Italiener-Antennen und eigentlich waren sie für den Radioempfang gedacht. Natürlich auf Lang- Mittel- und Kurzwelle, versteht sich. Die Italiener-Rute wurde für das 10m Band vorsichtig in der Mitte aufgeschlitzt um an den innen liegenden Draht zu gelangen, um diesen zu unterbrechen. Dann wurde eine Spule gewickelt und diese nach dem Fine-Tuning in Kunstharz eingegossen.

Bild: Die Fähre von Dénia nach Ibiza. Im Hintergrund der Montgo.





Donnerstag, 28. September 2017

10 GHz via Reflexion an Bergen




Mit Interesse verfolge ich den Ausbau des HamNet - ein unabhängiges Internet für Funkamateure. Auch wenn ich z.Z. noch nicht weiß, für was ich das brauchen würde ;-)
Zwischen den Knoten und als Zugangsfrequenzen für die OM werden dort Mikrowellen eingesetzt. Vor allem im 13 und 6cm Band. Doch hohe Datenraten bedingen hohe Bandbreiten. Daher muss in der Regel zwischen Sender und Empfänger eine Sichtverbindung bestehen.

Anders sieht es aus, wenn die Datenrate und daher die Bandbreite gering ist, wie bei SSB, CW oder schmalbandigen digitalen Betriebsarten. Da geht es auch ohne Sichtverbindung.
Bekannt sind Überreichweiten bei bestimmten Wetterlagen, Regenscatter und Reflexionen an Flugzeugen.
Doch für eine Über-Horizont-Verbindung braucht man nicht auf das Wetter oder vorüberfliegende Flugzeuge zu warten. Mikrowellen reflektieren sehr gut auch an Gebirgswänden.

Das ist ein Plus für uns Alpenbewohner und eine Kompensation für unseren hohen (Radio-) Horizont. Wir brauchen nicht unbedingt auf einen Berg zu kraxeln um den Mikrowellen zu frönen. Wir können den Berg einfach vom Tal aus anstrahlen.

In diesem Blog habe ich bereits über unsere Versuche im 23cm Band berichtet. Zum Beispiel hier und hier.

Nun haben wir das Spiel über Bande auf dem 3cm Band wiederholt. Und nach einigen Anlaufschwierigkeiten hat es auch hier geklappt. Gestern hatten wir unser erstes QSO via Reflexion am Chasseral. Das SSB Signal war beidseitig weit über 59 und mindestens ebenso gut wie im 23cm Band.
Doch was die 23cm Welle noch halbwegs toleriert, ist für die 3cm Welle ein No-Go. Bereits ein einzelner Baum vor der Antenne ist ein unüberwindbares Hindernis. Die 3cm Welle will den Berg sehen, an dem sie umgelenkt werden soll.
Deshalb musste der Spiegel von Hansjörg HB9EWH diesmal aufs Dach. Siehe oberstes Bild.
Meine 33cm Technisat-Schüssel durfte bleiben wo sie ist (zweites Bild). Sie hat eine ungestörte Sicht auf unseren Reflexions-Berg. Im folgenden Bild ist der Pfad zu sehen, den unsere Wellen zurücklegen mussten, eine Strecke von fast 80km:


Aber auch hier gilt der Spruch: Auf die Dauer hilft nur Power. Die Strahlungsleistung liegt bei beiden Stationen über einem Kilowatt EIRP :-)


Dienstag, 26. September 2017

Kurzwelle und Cash



Der Hurrikan Maria hat Puerto Rico übel mitgespielt. Das Stromnetz ist zerstört und die Menschen wurden praktisch in die 50er Jahre zurück katapultiert. Nebst all dem elektronischen Kram, den wir für unentbehrlich halten, sind auch Kreditkarten nutzlos geworden. Nur Cash geht noch.

Zwar heißen die Wirbelstürme in Europa Orkane und nicht Hurrikane und sind weniger stark, doch mit Stromausfällen ist auch hier zu rechnen. Ein harter Winter und eine Verkettung unglücklicher Ereignisse und das Stromnetz klappt zusammen. Wegen der Vernetzung nicht nur lokal, sondern im schlimmsten Fall europaweit. Eine Kostprobe bekamen wir im November 2006 zu spüren. Damals war der Spuk nach zwei Stunden vorbei. Doch ein Szenario mit einem Totalausfall von mehreren Tagen oder gar Wochen ist nicht unwahrscheinlich.
Was dann in den Ländern wohl passieren wird, die das Bargeld abgeschafft haben?

Natürlich ist auch das riesige Arecibo Radioteleskop vom Zusammenbruch der Stromversorgung in Puerto Rico betroffen. Aber der Hurrikan hat es auch direkt beschädigt. Eine dickes Koaxialkabel ist vom Feed abgerissen und in die Schüssel gekracht. Nur über eine Verbindung auf Kurzwelle war der Kontakt mit der Mannschaft in Arecibo möglich. Die Zufahrtsstraße wurde verschüttet.

Um die "Notfunk-Szene" ist es hierzulande merkwürdig still geworden. Ob wohl all die Relais und HamNet Stationen über eine Notstromversorgung verfügen, die auch längere Unterbrüche wegstecken kann? Und wie sieht es bei den einzelnen OM aus?

Wie auch immer: Zum QRP-Transceiver und einem geladenen Akku gehört nebst Notvorrat auch etwas Cash dazu, wie wir von Puerto Rico lernen können.

Bild: Der Montgo (bei Dénia) von der Rückseite. Das Bild stammt von Manfred DL2IAO, der zur selben Zeit in der Gegend war und mir geschrieben hat, dass dort tatsächlich wilder Fenchel an jedem Wegrand wächst :-)



Freitag, 22. September 2017

Schon wieder ICOM


Fast hätte ich in Spanien den Knüller des Jahres verpasst. Da promeniert man nichtsahnend am Meer und bewundert die Yachten der Reichen und Schönen, während sich im Universum des Amateurfunks die nächste Revolution anbahnt.

ICOM hat im September an der Tokyo Ham Fair den Prototyp eines Transceivers gezeigt, der äußerlich aussieht wie der Topseller IC-7300, dessen Stärken aber in höheren Aethersphären liegen.
Auf ein solches Gerät hatte ich immer gehofft, aber nicht mehr an sein Erscheinen geglaubt: ein Allmode-Transceiver für VHF und UHF. Der letzte seiner Art war der IC-910, ein Gerät, das auf dem Gebrauchtmarkt schwer aufzutreiben ist.

IC-9700 heißt das Teil und soll nicht nur das 2m und 70cm Band beinhalten, sondern ebenfalls unser vernachlässigtes Mikrowellenband bei 23cm. Natürlich mit D-Star und Wasserfallanzeige. Gerade im VHF/UHF-Bereich bietet letztere einen unschätzbaren Vorteil: bei der Beobachtung von Überreichweiten.


Noch sind weder Spezifikationen noch Erscheinungstermin bekannt, geschweige denn der Preis. Doch wenn die Kiste kein Versuchsballon ist, werden wir wohl im Verlaufe des nächsten Jahres damit rechnen können.



Blöde Antennen



In DL nahen die Wahlen und die Zeitungen feuern aus allen Rohren gegen die neuen "Spielverderber", die unser Matterhorn geklaut haben. Aber Mutti wird es wohl nochmals schaffen.
Als "konservativer Alpenindianer" kann mir das recht sein; Mutti hat uns wenigstens in Ruhe gelassen und wollte uns nicht die Kavallerie schicken wie damals dieser Kanisterkopf, dessen Name ich schon vergessen habe.
Trotzdem werde ich mir noch eine Tüte Popkorn kaufen und am Sonntagabend das deutsche Staatsfernsehen einschalten. Vielleicht verschlägt es mich ja plötzlich in eine Parallelwelt in der Sahra Wagenknecht Kanzlerin, der EU-Martin Vizekanzler und Cem Özdemir Aussenminister wird. Der Karl-Theodor von und zu würde dann vielleicht das Wahrheitsministerium übernehmen.

Blöde Idee, werdet ihr wohl sagen.
Mag sein, aber ich habe noch nie so richtig in das Rechts-Links-Schema gepasst ;-)
Nur bei Antennen hört der Spaß auf. Denn dort gibt es tatsächlich blöde Ideen.
Eine, die mir kürzlich über den Weg gelaufen ist, ist die Sigma Eurocom SE-HF-360. Eine 5.5m lange Vertikalantenne mit einem 6:1 UNUN, die von 80 bis 10 funktionieren soll. Ohne Radials notabene, denn das Teil sei ja eine "Endfeed".

Eine Antenne für die ahnungslosen Hoffnungslosen.
Nichts gegen einen 5.5m Strahler. Doch der braucht ein massives Gegengewicht (z.B. eine Autokarosserie) und einen Tuner am Speisepunkt. Der UNUN gehört in die Schrottsammlung. Ein kurzer Blick in die Antennensimulation zeigt, dass er die Anpassung bloß verschlimmbessert.

Eine bessere Idee ist die Morgain-Antenne, auf die mich Stefan DL8SFZ aufmerksam gemacht hat. Die Morgain hat zwar nicht mehr Gain, wie der Name anklingen lässt, dafür aber nur 2x10m Spannweite und ist trotz ihrer Kürze auch noch im 80m Band brauchbar unterwegs.
Hier noch ein Artikel über die Antenne von Simone IW5EDI.

Zwar bin ich schon seit Sonntag aus Spanien zurück, doch die Seele ist erst heute angekommen, und für die Sichtung all der Mail, die ich in den letzten Wochen erhalten habe, brauche ich noch etwas Zeit. Ich werde auf die eine oder andere in den nächsten Blogeinträgen noch zurückkommen.

Bild oben: Danke Bernd!

Bild unten: Blick auf Dénia aus der Cova de l'Aigua in der Felswand des Mongo. Auf diese Höhle hat mich übrigens ein lustiges Kasseler Paar aufmerksam gemacht, das mich für einen Spanier hielt und wissen wollte, ob sie tatsächlich wilden Fenchel gefunden hatten :-)



















  

Samstag, 16. September 2017

Wir sind alles kleine Sünder...



...und wenn's knallt kommen wir in die Hölle.

Na ja, nicht ganz alle. Es gibt OM die sich auch beim Blitzschutz streng an die Vorschriften halten. Einen guten Überblick darüber, was man tun sollte und nicht darf, liefert Michael IN3RAY in seinem Leitfaden "Blitzschutz für Antennenanlagen".
Ein ernsthaftes Thema, wenn man bedenkt, dass in Mitteleuropa pro Jahr zwischen 1 und 6 Blitze pro Quadratkilometer einschlagen.

Michael bezieht sich darin auf die italienischen Norm CEI 81-1. Doch in anderen Ländern werden die Vorschriften etwa ähnlich sein. Hier das Merkblatt des VDE, und hier die Publikation der USKA zu diesem oft vernachlässigten Thema. Aus Österreich kommt diese Fachinformation.

Auf jeden Fall lohnt sich ein Blick in Michaels Leitfaden. Er enthält interessante Tipps und Grundlagen. Auch wer in einem geschützten Gebäude lebt, kann noch viel falsch machen!

Bild: Vögel im Krug. Bornholm 2011




Donnerstag, 14. September 2017

S-Meter



Früher waren S-Meter nicht mehr als Schätzeisen. Doch die heutigen Transceiver sind in dieser Hinsicht seriöser geworden. S9 entspricht in der Regel 50uV.
Allerdings meist nur unter der Bedingung, dass weder Vorverstärker noch Abschwächer eingeschaltet sind. Auch der RF-Gain hat einen Einfluss auf das S-Meter. Bei den "klassischen" Transceivern lupft es den Zeiger, wenn der RF-Regler zugedreht wird. Doch an der Genauigkeit der Anzeige über dem erhöhten Schwellwert ändert sich dabei nichts. Ganz anders bei einem "Direct Sampler" wie dem IC-7300. Dreht man bei diesem den RF-Regler zurück, so sinkt auch die S-Meter-Anzeige und wird unbrauchbar.
Dabei bezieht sich die Norm - die eigentlich eine informelle Abmachung ist - auf den Antenneneingang des Transceivers. Das Meter sollter also S9 zeigen, wenn dort 50uV anliegen. Unabhängig davon, ob ich Abschwächer, Vorverstärker oder RF-Regler benutze! Etwas, das sich mit der heuten Technik problemlos realisieren ließe.

Vielleicht kann mir ein Leser sagen, ob das schon irgendwo so gemacht wird (Flexradio, Elecraft)?

Auch oberhalb von S9 zeigen die S-Meter heutiger Transceiver faire Werte an. 20dB über S9 entsprachen bei den Transceivern, die ich bisher gemessen habe, etwa 500uV. Auch plus 40dB und sogar plus 60dB lagen mehr oder weniger in der Norm.
Ganz anders verhält es sich bei den S-Stufen unterhalb S9. Sowohl beim IC-7300, wie auch beim FT-991 und dem Kenwood TS-590 habe ich feststellen müssen, dass zwischen den einzelnen S-Stufen nicht mehr 6dB sondern etwa 3dB liegen.

S8 entspricht also nicht 25uV, wie es sein sollte, sondern etwa 35uV. Erst S7 sind dann 25uV.
Die Folge dieser "japanischen" S-Meter ist, dass kleine Signale gar nicht mehr angezeigt werden und dass schon eine Verdoppelung der Sendeleistung zu einem Sprung von einer S-Stufe auf der Anzeige führt. Und vor allem, dass der Störpegel, der uns alle plagt, geschönt wird.
Wenn dieser zum Beispiel im 80m Band scheinbar bei bloß S5 liegt - gemäß unserem "Schätzeisen" - wäre, nach der richtigen Regel, das Gebrodel schon bei S7!

Trotzdem: Da die heutigen S-Meter alle ungefähr das Gleiche anzeigen, sind unsere Rapporte vergleichbarer geworden. Abgesehen von den unsäglichen 59-Rapporten in den Contesten und bei den DX-Peditionen.
Nicht vergessen darf man aber dabei, dass die S-Meter-Anzeige immer unsere individuelle Antennensituation widerspiegelt. Ein S9 Rappport an einer Mobilantenne zeugt von einem wesentlich stärkeren Signal der Gegenstation, als S9 an einem ausgewachsenen Dipol.

Für die, denen amerikanisches Englisch keine Mühe macht, gibt es in diesem Podcast der ARRL noch mehr über S-Meter und ihre Geschichte zu erfahren.

Und für die, die sich nicht mehr an ihre Lizenz-Prüfung erinnern, hier kurz ein paar Zusammenhänge:
Bei Spannungen - und dabei geht es bei den Mikrovolt am Antenneneingang - bedeuten 6dB immer das Doppelte, bzw. -6dB die Hälfte. 20dB bedeuten das Zehnfache, bzw. -20dB ein Zehntel.
Sprechen wir aber von Leistung, sind bereits 3dB das Doppelte und demzufolge 6dB das Vierfache (das Doppelte vom Doppelten).
Daraus können wir ersehen, dass der OM die Leistung vervierfachen muss, um die Spannung am Empfänger der Gegenstation zu verdoppeln.
Bei Leistung sind dann 10dB das Zehnfache und 20dB das Hundertfache - und bedeuten z.B. ein Sprung von 1W auf 1000W Sendeleistung. Das relativiert die Wirkung von Linearendstufen und gibt QRP eine Chance ;-)

Mittwoch, 13. September 2017

Wo sind bloß all die OM?



Habt ihr euch auch schon gefragt, wo denn all die Funkamateure auf der Welt wohnen?
Und wieso es in einigen Ländern mehr davon gibt als in anderen?

Eine Antwort auf die erste Frage liefert uns diese Seite hier.

Bitte auf den Stecker klicken, dann auf "Resize"!
Und plötzlich wird Japan riesengroß auf der Karte, wenn nun die Ländergröße der Anzahl Funkamateure entspricht.
An zweiter Stelle, aber nur mit etwa halb so vielen Hams, folgt die USA. Dann Thailand, Südkorea und an fünfter Stelle Deutschland.

Gut, dass sich nur ein Bruchteil dieser OM auf Kurzwelle tummeln, sonst wären die Bänder wohl unbrauchbar. Viele dieser Lizenzen sind "nur" UKW-Lizenzen.

Die zweite Frage kann ich jedoch nicht beantworten. Man kann höchstens spekulieren, wieso es z.B. in Frankreich viel weniger OM pro Einwohner gibt als in Deutschland.

Aber ich denke, die Anzahl OM pro Einwohner sagt etwas über den technischen Stand (engineering power) des jeweiligen Landes aus, und darüber, ob der Amateurfunk von der Staatsmacht eher gefördert, erschwert oder gar behindert wird.

Bild: Strandkunst, entdeckt auf Bornholm 2011.


Sonntag, 10. September 2017

Leben im zweituntersten Stockwerk



Ob es ein Leben nach dem Tod gibt, weiß ich nicht. Aber es gibt ein Leben unterhalb des Mittelwellen-Rundfunks, sozusagen im zweituntersten Stock des Amateurfunks.

Wer sich soweit nach unten verirrt und über die Schwelle ins 630m Band stolpert, dem erschließt sich eine neue Welt.

"Das ist doch nur etwas für Spezialisten und Tüftler", werden wohl viele sagen und kehren nach einem Streifzug übers Band wieder in die oberen Stockwerke zurück.
"Außerdem fehlt mir die Antenne und mein Transceiver kann nicht dort unten senden". fügen sie vielleicht noch hinzu, bevor sie wieder nach oben kurbeln.

Dabei war es noch nie so einfach, im Band zwischen 472 und 479 kHz QRV zu werden.

Entfernt man beim "Volkstransceiver" IC-7300 zwei Dioden, sendet er auch im MW-Band. Zwar nicht mit 100W, aber mit 20W, und das reicht bereits für interessante Verbindungen.

Ein langer Draht reicht als Antenne für erste Versuche. Einige zehn Meter und so hoch wie möglich.
Moderne Antennenanalysatoren können auch Lang- und Mittelwelle. Da findet man rasch heraus, was dem Draht noch fehlt. Meist wird der Realteil der Impedanz im zweistelligen Ohm-Bereich liegen. Und wenn man nicht gerade Großgrundbesitzer ist, wird der Imaginärteil der Impedanz negativ sein. Das bedeutet: die Antenne ist kapazitiv, also zu kurz, und braucht eine Spule zur Verlängerung.

So sieht das in meinem Fall aus, wenn ich den Analyzer zwischen Draht und Erde klemme:



"36 Ohm ist ja nicht schlecht und nicht weit weg von der Kabelimpedanz", werdet ihr einwerfen. Leider setzen sich die 36 Ohm Realteil aus dem Strahlungswiderstand und dem Verlustwiderstand der Antenne zusammen. Ersterer liegt leider meist im unteren einstelligen Ohm-Bereich oder darunter und der Wirkungsgrad der Antenne ist dementsprechend mies.
Trotzdem: wir könnten in meinem Fall ja versuchen, die 366.7pF Antennenkapazität mit einer Spule zu kompensieren. Rasch den Taschenrechner gezückt und die Formelsammlung von der Afu-Prüfung hervorgeholt: 308.75mH müssten es sein. Am besten ein wenig abstimmbar - als Variometer zum Beispiel - sodass man genau abstimmen kann. Mehr ist für einen ersten Lauf nicht notwendig. Die 36 Ohm passen ohne allzu großes SWR direkt ans Kabel.
Habt ihr das Glück, einen wesentlich niedrigeren Realteil zu messen - sagen wir mal 10 Ohm - habt ihr zwar einen kleineren Verlust, und daher eine effizientere Antenne, aber auch ein zusätzliches Problem: damit das SWR nicht zu hoch ausfällt, müssen die 10 Ohm an die 50 Ohm des Kabels angepasst werden. Zum Beispiel mit einem Trafo. Das ist etwa ein Ringkern aus 43er Material. Primär 20 Windungen, sekundär 9 Windungen. Auch hier können ein paar Anzapfungen zur Abstimmung nicht schaden. Mutige zapfen gerade ihr Variometer an und lösen so beide Probleme in derselben Spule.
Hier sehen wir, wie es der bekannte Längstwellen-Pionier Wolfgang DL4YHF gemacht hat.

Jetzt sollten wir mit dem IC-7300 auf Mittelwelle bereits WSPR oder JT65 können. Auch für CW-QSO's über ein paar hundert Kilometer dürfte es reichen.

So weit so gut. Was uns aber brennend interessiert: wieviel Leistung strahlt unsere viel kurz geratene Antenne eigentlich ab? In HB9 sind ja 5W EIRP und in Deutschland sogar nur 1W EIRP zugelassen.

Um das herauszufinden gibt es eine tolle Funkperle im Web, nämlich dieses Tool hier.
Ich gebe also die Daten meiner Antenne ein - ein liegendes L mit 12m Höhe und 43m Länge. Da die gemessenen 36 Ohm zum allergrössten Teil aus Verlustwiderständen bestehen dürften, gebe ich auch gerade 36 Ohm in den Simulator ein und drücke dann auf "GO".


Das Resultat ist verblüffend. Die Kapazität der Antenne weicht nur wenig von dem ab, was ich gemessen habe:


Für 5W EIRP brauche ich demnach 172.2 Watt. Für 1Watt würden 56.5W reichen.


Bilder: Leben auf Bornholm.

Freitag, 8. September 2017

Ein ewiges Auf- und Ab



Wir nähern uns unaufhaltsam dem nächsten Sonnenminimum.
Carl K9LA gibt in diesem Artikel einen Überblick über die letzten 23 Sonnenzyklen.  Ein Blick auf das so genannte Maunder Minimum zwischen 1645 und 1715 lässt jeden OM erschaudern. Aber auch Nicht-Funker dürften sich kaum über die Rückkehr einer kleinen Eiszeit freuen, mit all ihren negativen Auswirkungen.
Tatsache ist aber, dass der 24. Zyklus, der nun zu Ende geht, der schwächste in den letzten hundert Jahren war.
Zwar gibt es für den nächsten Zyklus so viele Prognosen wie es Experten gibt, und einige davon sind wirklich gruselig. Doch nur die jüngeren OM unter uns werden die Wahrheit herausfinden.

Nicht nur bei den Sonnenflecken herrscht ein ewiges Auf- und Ab mit ungewisser Zukunft. Auch die Klimageschichte der Erde ist von Höhen und Tiefen gezeichnet. Hier ein Einblick in dieses spannende Thema. Der/die Betreiber dieser Seite werden heutzutage wohl mit dem Label "Klimaleugner" versehen, wie die anderen Kapitel vermuten lassen. Aber ein Blick in die Geschichte des Klimas lässt uns das Thema vielleicht etwas entspannter sehen.
Was mich betrifft, so gehöre ich auch bei diesem Thema zu den Agnostikern ;-)
Zudem ist es immer gut, beide Glocken läuten zu hören.

Bild: Strandsteine. Bornholm 2011.


Mittwoch, 6. September 2017

Kurzdipol ohne Spulen



Verkürzte Dipolantennen ohne Verlängerungsspulen kann man leicht selber bauen. Anstelle von Draht nimmt man einfach Zweidrahtleitung, oft auch Hühnerleiter genannt - entweder selbstgemacht oder gekauft.

Diese Antenne sieht zwar aus wie ein Schleifendipol, doch die Schleife ist in der Mitte offen und nicht geschlossen. Im Prinzip haben wir also einen gestreckten Dipol, dessen Arme bis zur Mitte zurückgebogen werden. Leider halbiert sich dabei die Länge der Antenne nicht. Das wäre einfach zu schön gewesen ;-)

Gemäss VE2DPE haben sich folgende (Gesamt-)Längen bewährt:

Für das 80m Band (3.6MHz): 27.74m
Für das 40m Band:14.06m
Für das 30m Band: 9.89m und für 20m: 7.08m

Erfahrungsgemäß wird man aber um ein bisschen Schnippeln und Pröbeln nicht herumkommen. Daher fängt man besser mit einer zu langen Hühnerleiter an. Abschneiden ist einfacher als Ansetzen.

Ist der verfügbare Platz immer noch zu klein, kann die Antenne auch von einem Mast oder Baum schräg nach unten gespannt werden (Sloper).

Diese Art verlängerter Dipol hat einen Vorteil, den keine andere verkürzte Antenne aufweisen kann: Sie ist fast genau so effizient wie ein Dipol mit voller Länge.
Doch bei Antennen gilt wie bei Frauen auch: kein Vorteil ohne Nachteil. In diesem Fall ist mit einer etwas verringerten Bandbreite zu rechnen. Doch im Zeitalter der Transceiver mit eingebautem Tuner ist das nicht so tragisch.

Die elliptischen Dinger, die ich gezeichnet habe, sollen Isolatoren darstellen. Der Balun ist ein Strombalun, auch unter dem Namen "Mantellwellensperre" bekannt. Er verhindert HF auf dem Mantel des Koaxkabels und dadurch die Aufnahme, bzw. das Senden von Störungen durch das Koax. Das bedeutet weniger Lokal-QRN im Empfänger und weniger Probleme mit den Nachbarn ;-)

Wer trotzdem auf verkürzte Dipole mit Spulen steht, dem wird hier geholfen.

Bild: Auch Möwen lieben Pizza. Rönne, Bornholm 2011

Montag, 4. September 2017

Nostalgie



Schade, dass niemand einen kleinen Röhren-Transceiver als Bausatz anbietet. Ich vermute, dass so ein Teil ein Bestseller würde. Man könnte ja durchaus einige Hilfsschaltungen wie z.B. einen Keyer mittels integrierten Schaltungen dazu packen. Hauptsache, der Empfangszug verläuft durchgängig durch Vakuum. So könnte der geneigte OM nicht nur sehen, dass richtige Radios im Dunkeln glühen, er könnte auch den warm-weichen Ton der Röhren lauschen. Ohne SDR Artefakte und Transistorrauschen, oder etwa nicht?

Ob es jemals soweit kommen wird, steht in den Sternen. Inzwischen können wir älteren OM ja unseren Nostalgiebedarf literarisch decken.
Ich hätte da drei Vorschläge, die sich gut als Winterlektüre eignen:

- Das waren Funker, von Wolfgang Buddrus.

- QXP, von Ernst Kaiser, und

- Seefunker erinnern sich, von Kay Gottschewsky

Wer nicht warten mag, bis Amazon per Drohne das Paket zustellt, kann ja inzwischen hier schmökern. Aber auch Jogis Röhrenbude eignet sich gut dazu, nostalgische Gefühle zu besänftigen.

Wer die ganze Rente schon in einen neuen Transceiver investiert hat und deshalb keine Bücher kaufen kann: hier gibt es alte Fachschinken gratis.


Bild: Abendstimmung auf Bornholm

Samstag, 2. September 2017

Flexradio kontra IC-7300



Marc DO5AMF hat kürzlich einen interessanten Kommentar zu einem älteren Blog-Eintrag veröffentlicht: zu IC-7300 gegen Radio China. Damit dieser Kommentar nicht verloren geht, will ich ihn hier nochmals direkt ins Blog stellen.
Marc berichtet darin über seine Erfahrungen mit dem Flex 6300, den er vornehmlich für VHF-Conteste einsetzt. Gerade dort ist es sicher sehr praktisch, nicht nur eine Frequenz hören zu können, sondern gleichzeitig auch das Band zu beobachten.

Meinen IC-7300 habe ich nun schon mehr als ein Jahr in Betrieb. Ab und zu flackert die Overflow-Anzeige zwar noch, doch da sorgt mein selbstgebauter Preselector für Abhilfe.
Im Grossen und Ganzen bin ich mit dem kleinen Kistchen zufrieden. Technische Probleme hatte ich bisher keine und auch das Lüftergeräusch stört mich nicht groß.
Aber ich habe festgestellt, dass ich den IC-7300 nicht mehr so häufig benutze. Ich habe mich inzwischen an den farbigen Bildschirm mit der Spektrum- und Wasserfallanzeige gewöhnt. Der Neuheitseffekt ist verpufft und für meine Funkaktivitäten ist die Anzeige des Spektrums nicht notwendig, bzw. bringt keinen Zusatznutzen.
Denn ich nehme nicht mehr an Contesten teil, und den Jagdinstinkt des DX-Jägers habe ich im Laufe der Jahre auch verloren. Im Vordergrund stehen mehr der Gedankenaustausch mit Funkfreunden und Versuche. Eine Alterserscheinung.
Auch ist der IC-7300 in meinen Augen/Ohren nicht besser als andere, auch ältere Transceiver. Ich finde, dass meine IC746/IC7400 genausogut klingen, ja im QRN oft sogar besser.
Auch den TS-590, den ich verkauft habe, vermisse ich manchmal. Heute würde ich ein TS-590SG einem IC-7300 vorziehen. Er hatte weniger Farbe, dafür Dinge, die ich nun vermisse.
Trotz SDR hat die Amateurfunktechnik in den letzten zehn Jahren keine wesentlichen Fortschritte mehr gemacht. Abgesehen von einigem Schnickschnack wie der erwähnten Bandanzeige.
Auch die Störunterdrückung ist kaum besser geworden. Dabei wäre das heutzutage im verseuchten Aether besonders nötig. Und schließlich funken wir seit Jahrzehnten immer noch in SSB und CW wie eh und je. Sind neue digitale Betriebsarten wie WSJT im Spiel, übernimmt ohnehin der Computer die Hauptarbeit. Da tut es ein älterer Transceiver noch lange.
Ob der mit viel Vorschusslorbeeren bedachte ICOM IC-7610 wesentlich besser als sein Vorgänger sein wird, wage ich zu bezweifeln. Vielleicht ein paar "Nice to have" mehr, doch im wesentlich dasselbe im neuen Kleid. Aber vielleicht kann ich nächstens günstig einen 7600er kaufen, wenn ihn ein OM durch den Neuen ersetzt - ein Gerät mit dem ich lange geliebäugelt habe.
Doch jetzt zum Kommentar von Marc:

Servus Anton,

ich kann glaubhaft behaupten, dass ich am Flex 6300 solcherlei Probleme mit einem zugestopften RX bisher noch nie erleben durfte. Egal auf welchem Band. Bisher habe ich nur Drahtantennen genutzt aber auch da kamen mir derlei Probleme nicht unter.

Ich setze das Gerät hauptsächlich (Anschaffungszweck) für VHF Conteste ein, an einem Transverter von HA1YA.
Genaue Daten bzgl. der Eingangsspannungen des RX liegen mir natürlich nicht vor. aber ich kann sagen, dass eine Übersteuerung des Empfängers sehr sehr selten vorkommt. Die Situation auf VHF kennst du ja auch und hast du ja auch schon beschrieben.

Sie ist katastrophal und wenn man in Deutschland zwischen DL0GTH und DA0FF positioniert ist, ist katastrophal kein Ausdruck mehr. Mit normalpreisigen Funkgeräten, die VHF ab Werk können, ist kein Arbeiten mehr möglich. Der 991 machte in dieser Situation eine einigermaßen gute Figur, wenn man mit einer spitzen Antenne an den Big Guns vorbei zielt. Aber nur mit dem Flex6300 und Transverter war auch ein Funken in diese Richtungen erst wieder möglich. Dass der EMpfänger überfordert war, war wirklich sehr, sehr, sehr extrem selten, obwohl gerade z.B. DA0FF mit Signalen um die 140dB auftrumpfte.

Deine Aussage bzgl. der Schwachstelle, die alle SDR gemeinsam haben, ist natürlich im Grunde genommen korrekt aber zumindest die Flexradios haben diesbezüglich sehr gute Eigenschaften und gewinnen den Direktvergleich zum IC7300 ganz, ganz, ganz deutlich - praktisch erprobt.

Übrigens lese ich deinen Blog schon lange, in letzter Zeit etwas unregelmäßiger aber immer mit wachsender Begeisterung, wenn ich mal wieder dran denke. Schön, was du alles schreibst, das hat mir schon sehr viele gute Ideen gebracht.

73 de Marc, DO5AMF




Zum Thema Direct Sampling SDR vs "klassische" Transceiver von Adam Farson, dem "ICOM Guru".

Bild: Südsee? Nein, Bornholm.
 

Donnerstag, 31. August 2017

Funkperlen reloaded: Antennentest UV-3R


Im Sommer 2012 habe ich eine Reihe Antennen für das umstrittene Baofeng Handy UV-3R untersucht, das hierzulande inzwischen verboten wurde. Ob die damals getesteten Antennen auch heute noch alle auf dem Markt sind, habe ich nicht untersucht.





Antennen für das Baofeng UV-3R, Teil I

Veröffentlicht am 26. Juni 2012


Surft man quer durch die E-Bucht, so kommen einem jede Menge Antennen in die Quere – auch für das UV-3R. Alle wollen 2m und 70 können, doch welche kann es am besten? Um diese Frage zu beantworten, habe ich in einem Anfall von dB-Fieber einen ganzen Strauss dieser Antennen bestellt und damit einen privaten Antennentest veranstaltet.

DER GROSSE UV-3R ANTENNENTEST, Teil I

Darf ich vorstellen: Ganz links oben im Bild seht ihr die SC-951 von Surecom. Gleich danach kommt die CH-701X von Harvest. Miracle Boy 2 steht auf der Antenne und sie ist in jeder Hinsicht ein Wunder, doch dazu später mehr. Danach, an dritter Stelle von links, folgt die NA-773 von Nagoya, dem Hersteller der zurzeit das Segment dominiert. Es handelt sich dabei um eine ausziehbare Teleskopantenne. Die rechts davon ist eine NA-773, die ich modifiziert habe. Bei dieser Gelegenheit muss ich bemerken: ich hatte bisher drei Stück von dieser Sorte und keine war gleich wie die andere. Dann kommt die mit dem blauen Fuß: ein selbst gebauter Viertelwellenstrahler für 2m aus einer alten Teleskopantenne eines Radios. Der nächste Kandidat ist eine Nagoya 775. Eine Gummirute mit einem sehr schlanken Fuß. Rechts davon die RH-771 von Harvest, eine ähnliche Gummirute. Dann kommen die drei Zwerge: die bekannte NA-666, die NA-401 und die NA-626, alle von Nagoya. Die 626 ist eine teilweise ausziehbare Antenne und lässt sich deshalb auch gut verstauen. Im Bild im ausgezogenen Zustand zu sehen.

Was tut der durchschnittliche OM, wenn er die Wahl der Qual hat? Er greift zum Antennen-Analyzer und sucht nach SWR und Resonanz. Doch ist das der richtige Ansatz für eine Handyantenne? Muss die Antenne überhaupt in Resonanz sein um gut zu strahlen und welche Rolle spielt das SWR, wenn es keine Speiseleitung gibt und die Antenne direkt auf dem Ausgangskreis liegt? Genügt eine Messung auf dem Labortisch oder muss man den OM simulieren, eine In-Situ-Messung vornehmen?

Darüber und über meine Versuche morgen im Teil 2 des Tests. Doch ein "Bonbon" vorweg: Von den zehn Antennen wiesen nur vier eine Resonanz sowohl im 2m wie auch im 70cm Band auf.



Antennen für das Baofeng UV-3R, Teil II

Veröffentlicht am 27. Juni 2012

Nachdem ich alle Antennen auf meinen Analyzer MFJ-269 gesteckt und durchgekurbelt hatte, war ich konsterniert. Die Resonanzen waren zum Teil weit weg vom Schuss. Im 2m Band entweder um die 135 MHz oder bei 160 – 170 MHz. Zuerst dachte ich: “Wer misst misst Mist”. Doch dann fand ich einige Kandidaten, welche tatsächlich um die 145 MHz resonierten. Natürlich meine selbstgebaute Viertelwellen-Telekopantenne, aber auch der Miracle Boy 2. Auch die Teleskop Antenne NA-773 war im 2m Band resonant. Im Gegensatz zu ihren zwei Vorgängerinnen. Das war übrigens der Grund dafür, dass ich eine NA-773 modifiziert habe (verkürzt) um sie ins 2m-Band zu zwingen.

Was das SWR, beziehungsweise die Impedanz angeht, zeigten die Antennen ein hoffnungsloses Bild. Natürlich hingen die Werte davon ab, ob und wie ich den Analyzer in der Hand hielt oder auf den Tisch stellte. Bald war mir klar, dass das mit dem Mist und dem Messen in diesem Fall nicht so abwegig war und ich erinnerte mich an mein früheres Leben. Hatten wir da nicht zum Messen von Handfunkgeräten einen Homunkulus, einen künstlichen Menschen in Form einer Salzwassersäule?

Ohne den OM als Träger, Gegengewicht und Reflektor ist eine Handfunke nur ein Tamagotchi. Deshalb habe ich alle weiteren Messungen In-Situ vorgenommen, was die Sache nicht unbedingt erleichterte. Mussten doch die Messbedingungen für alle exakt die Gleichen sein und im freien Feld stattfinden.

Doch zuerst noch zu den Resonanzen im 70 cm Band. Dort sah das Bild etwas anders aus. Die SC-951, die Antenne mit dem Knollen ganz links, wies im 70cm eine deutliche Resonanz auf (im 2m Band ist sie auf 134 MHz resonant). Dann natürlich mein Viertelwellenstrahler. Er ist für 70 zwar etwas zu lang, aber die Dreiviertelwellen-Resonanz lag doch nahe am Amateurfunkband. Bei der NA-773 Teleskop sah es genau gleich aus. Auch der Miracle Boy 2 konnte wieder mitmischen. Leider gleicht diese Antenne mit ihren satten 100 Gramm mehr einem  Totschläger und man benötigt dafür vermutlich einen Waffenschein. Zudem ist der mirakulöse Wunderboy mindestens doppelt so teuer wie alle anderen Antennen. Mitten im 70cm Band war auch die NA-775, während es der kleine NA-626 Zwerg mit dem ausziehbaren Oberteil mindestens in die Nähe des 70cm Bandes schaffte. Ob man ihn auszog oder nicht, war ihm übrigens egal. Auch die RH-771 kam in die Nähe von 70cm, wenn man beide Augen zudrückte und dabei noch schielte.

Die winzige und in Foren hochgelobte NA-666 war nirgendwo resonant, weder im 2 m noch im 70 cm Band. Ebenso der NA-401 Zwerg.

Doch spielt das überhaupt eine Rolle? Die Antennengurus behaupten: eine Antenne muss nicht resonant sein, um zu strahlen. Und auch das SWR sei nicht in allen Fällen das Gelbe vom Ei. Wie verhält sich die Theorie in der Praxis?

Wie es mit den Baofeng-Antennen wirklich ausschaut und wer die Schönste im ganzen Land ist, erfahrt ihr dann im dritten und letzten Teil dieses Testberichts. Doch wie immer ein "Bonbon" vorweg: Der Gummiknüppel Miracle Boy ist seinen Preis wert, leider passt er aufs UV-3R wie die Faust aufs Auge.



Antennen für das Baofeng UV-3R, Teil III

Veröffentlicht am 28. Juni 2012


"Traue keiner Antenne, die du nicht selbst gebaut hast", HB9EXA. 


Insgesamt habe ich acht Testreihen gefahren. Sechs davon mit dem UV-3R als Sender und einem in dB geeichten Feldstärkemessgerät. Zwei Testreihen mit einem Messsender und dem UV-3R als Empfänger zur Kontrolle.

Dabei zeigte sich klar – wer hätte das geahnt, hi – dass die längeren Antenne, in der Nähe von λ/4, wesentlich besser sind als die kleinen Stummelchen. Im Schnitt etwa 6 dB.

Gesamtsieger ist, wie könnte es anders sein, die CH-701X Miracle Boy II. Sowohl auf 2m wie auch auf 70cm ist sie Nummer 1. Leider ist diese Antenne für das UV-3R mit ihren 94 Gramm viel zu schwer und daher nicht brauchbar. Der untere Teil der Antenne besteht übrigens aus einem starren Metallrohr, nur der obere Teil, nach dem “Knollen”, ist flexibel. Doch für andere, grössere Handfunkgeräte sollte man sie im Auge behalten, erhält man sie doch in den beiden Stecker-Ausführungen SMA-M und SMA-F.

Die λ/4 Eigenbau-Teleskop war Nummer 2. Ihr Nachteil ist das aufgefächerte Strahlungsdiagramm im 70 cm Band. Eine 3/4λ ist ja bekanntlich kein Flachstrahler. Mit 523 mm ist sie zwar die Längste unter den Kandidaten, doch nur 23 Gramm schwer.

Etwas schwerer (28 Gramm) war Nummer 3, die Nagoya NA-773. Der Unterschied zum Eigenbau ist unwesentlich und ihr grosser Vorteil ist, dass sie sich sehr klein zusammenschieben und so leicht verstauen lässt. Beunruhigend ist jedoch, dass von drei Exemplaren, die ich bisher gekauft hatte, jede anders war.

Diese drei Antennen führen mit Abstand das Feld an. Alle anderen waren entweder im 2m Band oder auf 70cm schlechter, oder sogar auf beiden Bändern.

Ein komischer Fall war die Surecom SC-951. Obwohl auf 134 MHz resonant, war sie auf 2m noch besser als der Miracle Boy. Doch auf 70 cm schnitt sie miserabel ab, obschon sie dort resonant war. Allerdings ist sie bloss 350mm lang. Aber sie wiegt stolze 35 Gramm und ihr Oberteil macht einen fragilen Eindruck.

Bei der RH-771 war es gerade umgekehrt. Auf 2 m flop, auf 70 cm top. Ebenso die NA-775.

Und nun zu den Zwergen: der Kleinste und Leichteste (181mm, 12g) ist die NA-401, und wenn schon Zwerg, würde ich sie deshalb den anderen vorziehen.

Auf 2m sind die Zwerge etwa 6 dB schlechter als die drei Topantennen. Auf 70cm etwa gleichauf mit dem Selbstbau und der NA-773. Bei der NA-626 muss für 2m der Oberteil ausgezogen, für 70cm eingefahren werden. Die in Foren hoch gejubelte NA-666 war von allen Antennen die schlechteste auf 2m, im 70cm Band jedoch im Mittelfeld.

Natürlich gehts noch kleiner. Nach den Zwergen kommen die Liliputaner. Sie sind um die 5cm lang und eignen sich für Funkstrecken, wo man eigentlich keine Funkgeräte braucht, da die Kommunikation durch Zurufen auch klappen würde. Von diesen Dummy Loads habe ich, um meine Nerven zu schonen, keinen bestellt.

Wichtig: Dieser kleine Privattest erhebt keinen Anspruch auf Professionalität. Darum habe ich auch keinen Messaufbau und keine konkreten dB-Werte publiziert.

Persönlich bleibe ich bei meiner Eigenbau-Antenne und werde die Versuchskaninchen wieder verkaufen. Trotzdem hat es Spass gemacht, wieder einmal zu sehen, dass sich die Physik nicht überlisten lässt. Was bei den Segeljachten gilt, gilt auch für die Antennen: Länge läuft! Und natürlich war es wieder einmal lustig zu sehen, dass die Gewinnangaben der Hersteller in der Werbeabteilung gemacht werden. Auch ein Liliputaner mit 50mm Länge soll noch 2.15 dB haben, lese ich gerade in der E-Bucht. Immerhin ist der Anbieter vorsichtig: Er schreibt maximal 2.15 dB Gewinn ;-)

73 de Anton

Mittwoch, 30. August 2017

Der etwas andere Contest



Früher, in einem anderen Leben, habe ich auch bei Contesten mitgemacht - auf KW und UKW.
Heute mache ich einen großen Bogen um diese Veranstaltungen. Auf KW sind sie so überflüssig wie ein Eisschrank in der Arktis und ein Sandkasten in der Wüste. Wochenenden lang machen sie ganze Bänder für den normalen Funkverkehr unbrauchbar. Besonders in SSB ist es schlimm, wenn sich das Band anhört, als wäre eine Horde Brüllaffen eingefallen. Für die Telegrafisten unter den Contestophoben gibt es immerhin noch das 30 und das 60m Band als Ausweichmöglichkeit.

Auf UKW  sind die Wochenendconteste inzwischen ebenfalls ein Witz. Sie vermitteln keine neuen Erkenntnisse und finden sowieso immer dann statt, wenn die Ausbreitungsbedingungen miserabel sind. Sinkende Teilnehmerzahlen sprechen Bände. Gescheiter sind Langzeitconteste. Sie stellen an die Operateure nicht nur die Anforderung, möglichst viel technisches Equipment auf einen Berg zu schleppen und unter widrigen Bedingungen dort auszuharren, auch andere Fähigkeiten werden dabei gecontested. Zum Beispiel die Fähigkeit, Überreichweiten zu erkennen und vorauszusehen.

Neben den klassischen Funkwettbewerben gibt es aber auch immer mehr "Spezielle". So wie bei den Funk-Diplomen, wo jede Ruine als Diplomgrund herhalten muss, gibt es auch Conteste mit "interessanten" Randbedingungen.

Ein lustiger Contest ist der Flagpole Challenge, der am 16. September abgehalten wird. Er kommt aus Australien und wird von der Manly Warringah Radio Society ausgelobt.
Wie der Name bereits impliziert, müssen die Teilnehmer einen Fahnenmast als Antenne, bzw. Antennenträger benutzen. Es genügt demnach, ein Stück Draht am nächsten Fahnenmast zu hissen und damit zu funken. Erlaubt sind alle Bänder, auch Relaisverkehr ist nicht verkehrt.
Bonuspunkte gibt es zum Beispiel für Maritime Mobile Stationen und für das zusätzliche Hissen von Flaggen an dem betroffenen Mast.

Ein etwas weniger lustiger, dafür anspruchsvollerer Event ist der Air Radiorama Oktober Contest. Er kommt aus Italien und angesprochen sind die Collezionisti e Radio Operatori Stazioni ex Militari.
Auch ohne Italienisch-Kenntnisse versteht man sofort, worum es geht: um das Funken mit altem Militärequipment. Je älter desto besser. Eine Verbindung mit Stationen, die Geräte aus dem zweiten Weltkrieg oder davor benutzen, zählt 5 Punkte. Für moderneres Gerät gibt es nur noch 3 Punkte, wobei aber nur Röhren im Spiel sein dürfen. Haben sich Transistoren unter die Röhren gemischt, bekommt man nur noch zwei Punkte. Die Frequenzen sind vorgeschrieben und beschränken sich auf das 80 und 40m Band. Gefunkt wird in CW, SSB und sogar in AM. Dafür dauert der Contest ganze zwei Wochen!

Bild: Mein liebster Aquavit: Er wird in Oslo in alte Fässer abgefüllt und auf einem Dampfer nach Australien gefahren. Dort wird er aber nicht ausgeladen; er bleibt auf dem Schiff und kehrt nach Oslo zurück. Erst dann wird er in Flaschen abgefüllt und verkauft. Die Fahrt übers Meer und die Überquerung des Äquators sollen ihm einen besonderen Geschmack verleihen.




Dienstag, 29. August 2017

Ein Baofeng für 15 Franken



Über die kleinen Handys aus China habe ich ja schon verschiedentlich berichtet. Die Geräte, die ich bisher auf dem Labortisch hatte, waren nicht sauber und hielten die Normen nicht ein. Ein Betrieb mit einem unmodifizierten UV3 oder 5 sollte deshalb tunlichst vermieden werden. Diese Handys sind Oberwellenschleudern und ihr CE-Zeichen ist Beschiss (CE = China Export). Das ist auch dem BAKOM aufgefallen. Unser Bundesamt für Kommunikation hat deshalb den Verkauf verboten.

Schon vor ein paar Jahren waren die Dinger sehr günstig und kosteten nur einen Bruchteil eines seriösen Amateurfunk-Handys. Doch wenn man meint, es könne nicht tiefer gehen, ist das ein Irrtum. Jetzt kann man ein Baofeng für das 70cm Band bereits für 15 Franken bekommen.

In meinem alten Blog habe ich das Baofeng UV3 beschrieben. Hier ein Blick zurück in das Jahr 2011:


Das BAOFENG UV-3R 2m/70cm Handfunkgerät
Veröffentlicht am 22. Juli 2011


Gestern war die kesse blonde Post-Biene mit dem Elektroscooter da, übrigens eine begeisterte Leserin meiner Bücher, und hat mir mein Baofeng gebracht, das ich vor zehn Tagen in Hongkong bestellt hatte. Raubrittergebühr wollte sie diesmal keine – das Gerätchen ist unter dem Radar des Zolls durch geschlüpft. Ganz legal übrigens, denn es kostete mich, inklusive Versand nur Fr. 47.20.


Man stelle sich vor: Für diesen Betrag habe ich eine Schachtel mit folgendem Inhalt erhalten:

1. 2m/70cm Handfunkgerät mit 2W Sendeleistung

2. Eine Lithium-Ionenbatterie mit 1200 mAh

3. Zwei Antennen, eine für 70cm, eine für 2m optimiert

4. Ein Ladegerät plus Ladebucht

5. Ein USB Programmierkabel mit Software auf Mini CD

6. Eine Kopfhörer- Mikrofongarnitur

7. Ein Gürtelclip und eine Trageschlaufe

8. Ein Handbuch, und wie so oft aus Hongkong:

9. Ein “Gift”. Ein Rot-Blau Kugelschreiber


Alles schön verpackt in einer Kartonschachtel, mit grünem Packpapier drum herum und deklariert als “Toy”

Und das ist das Gerätchen schließlich auch: ein Spielzeug. Was macht man zuerst, wenn man ein neues Spielzeug bekommt? Das Handbuch studieren, auf den Messplatz damit? Nein, natürlich ein QSO fahren. Diesmal mit Albert, HB9BSR, der auf dem Col des Mosses im Regen saß. Via Relais Magglingen notabene. Das hat auch wunderbar geklappt. Die Modulation wurde für gut befunden und die Verständlichkeit war perfekt.
Doch schauen wir uns das Teil etwas nähern an:

§ Es ist etwa so groß, wie das VX-3 von Yaesu

§ es hat ein CE Zeichen, zu Unrecht, wie wir später erfahren werden.

§ Das Gerät ist offen, funktioniert also in den Frequenzbereichen 136 – 174 und 400 – 470 MHz. Doch man hüte sich am Morgarten, wir wollen ja unsere Lizenz behalten.

§ Es beinhaltet eine LED Taschenlampe und ein UKW-Radio.

§ Der große, griffige Drehknopf für Frequenz und Lautstärke lässt sich mechanisch verriegeln (hineindrücken), die Tastatur elektronisch.

§ Es hat einen 1750 Hz Rufton, CTCSS und DCS

§ Es besitzt ein S-Meter

§ Es kommt mit einem Minimum von 7 Tasten aus, inklusive off/on und Sendetaste.

§ Trotzdem kann es alles, was der OM so braucht.

§ Als Schrittweiten können 5, 6.25, 10, 12.5, 20 und 25 kHz eingestellt werden

§ Es besitzt 99 Speicher für alle wichtigen Parameter, leider nicht alphanumerisch beschreibbar.

§ Wide/Narrow FM Umschaltung

§ Dual Watch

§ Vorzugskanal

§ Scanfunktionen

§ VOX und Time out Timer gegen zu langes Quasseln

und sicher noch vieles mehr, wenn ich das verwirrende Manual genauer studieren würde. Allein mir fehlt die Geduld. Die Verarbeitungsqualität ist recht gut – gehobenes Spielzeugniveau – doch die Bedruckung auf dem blauen Gehäuse ist lausig. Der 1200mAh LiIo-Akku lässt sich sehr schwer einsetzen und man riskiert die Kontakte zu beschädigen oder die Abdeckung des Gehäuses. Das Gehäuse gibt es übrigens nicht nur in blau, sondern auch in rot, anthrazit und mit militärischem Tarnanstrich.

Die beiden separaten Antennen für 2m und 70cm sind natürlich ein Witz. Die Ingenieure haben es offenbar nicht fertig gebracht, eine billige Kombiantenne zu bauen. Die Ladebucht ist ebenfalls ein Witz. Nur eine Ablage für das Gerät und ein Lader für die separate Batterie. Dafür kann man den Stecker des Netzgerätes direkt ans Gerät stecken um aufzuladen. Es empfiehlt sich sowieso nicht, dauern den Akku rauszunehmen. Die Kontakte und die Batteriefach-Verriegelung sind zu fragil. Das Handbuch habe ich bereits erwähnt und zum restlichen Zubehör schweigt des Sängers Höflichkeit.

Doch das USB-Kabel funzt. Dafür die Software auf der CD nicht. ich kann nämlich kein Chinesisch. Doch Gott sei Dank gibt es die SW auch in Englisch im Web.

Damit ging das Programmieren ruckzuck, zackzack. Frequenzen und Relaisablage, High oder Low Power, CTCSS etc. sind im Nu in eine Tabelle gefüllt und werden auf Knopfdruck in das Gerät geschaufelt…oder auch zurück, wenn nötig.

Schnell noch zum Funkmessplatz und da kommt der Schreck: bei 2m Betrieb wird die Oberwelle auf 288 MHz nur 27 dB gedämpft, wenn man an der Antennenbuchse misst. 70cm ist in Ordnung. Glücklicherweise sieht es mit Antenne besser aus und das Gerät liegt im grünen Bereich, sonst wäre das Teil unbrauchbar. In Ordnung ist das nicht, und das CE Zeichen Beschiss. Aber wir wissen ja, was CE heißt: China Export! Werde wohl den Patienten notoperieren müssen :-) Wer weiß, vielleicht liegt hier das Geheimnis der zwei Antennen begraben: es könnte sein, dass man die Oberwellen mit einer Kombiantenne nicht in den Griff bekommen hätte.

Die Sendeleitung habe ich auf 2m mit 1.7Watt und auf 70cm mit 2W gemessen. natürlich nicht ERP, sondern an der Antennenbuchse. Im Gegensatz zum Wouxun übrigens eine richtige SMA-Buchse. Die Empfindlichkeit ist leider nicht so gut und bei meinem Gerät ca. 6 dB schlechter als spezifiziert. Somit ist das Baofeng nur halb so empfindlich wie mein uraltes Yaesu FT-11.

Hier noch die Broschüre zum Gerät, das Händlern als OEM-Produkt angeboten wird.

Mein vorläufiges Fazit: Durchaus brauchbar und für den Preis unschlagbar, sofern das Oberwellenproblem auf 2m beseitigt wird. Sonst darf man es nicht an einer externen Antenne betreiben. Das Teil hat aber alles, was man so braucht und genügt für die meisten Anwendungen.







Das war damals mein erster Eindruck. Etwas später habe ich dann das Teil etwas genauer angeschaut und dazu folgende zwei Beiträge ins Blog gestellt:


Das Geheimnis des Baofeng UV-3R
Veröffentlicht am 27. Juli 2011


Als ich das 50$-Gerät UV-3R zum ersten Mal auf Ebay sah, vermutete ich einen Wouxun Klon. “Die kommen doch alle aus der gleichen Küche in China”, dachte ich. “Das Baofeng ist doch nur eine abgespeckte Version.”

Weit gefehlt! Als ich gestern das Schema sah, musste ich erkennen, dass das Gerät nicht nur eine eigenständige Entwicklung ist, sondern absolut “State of the Art”, und zwar an vorderster Front. Nachdem ich das Herz dieses Handys gesehen habe, muss ich sagen, dass die Zeit der 500 Euro – Handgurken wohl bald vorbei sein wird.

Dieses Herz ist nämlich das Geheimnis des UV-3R. Es heißt RDA1846 und ist eine integrierte Schaltung. Sie wird von der Firma Versatech Microelectronics Limited in China vertrieben. Ein Unternehmen, über das nur wenig bekannt ist . Es lässt uns erahnen, was wir von China noch zu erwarten haben. Die Chinesen kopieren nicht nur, sie sind auch innovativ tätig. Doch zurück zu diesem Chip:


Der RDA1846 ist nicht nur ein kompletter VHF/UHF-Transceiver in einem IC, sondern im Grunde ein SDR. Das geht aus der Architektur des Blockschemas hervor. Er beinhaltet alles, was ein Transceiver braucht. Der Chip wird von einem Microcontroller gesteuert und sämtliche Funktionen werden per DSP realisiert. Für ein vollständiges Funkgerät braucht es daneben nur noch eine PA mit Filtern (der Chip liefert 8dBm), einen rauscharmen Vorverstärker für den Empfangszweig, einen NF-Verstärker für den Lautsprecher, eine Anzeige und etwas “Beigemüse” wie eine Ladeschaltung für einen LiIo-Akku.

Darum hat es im Baofeng so wenige Komponenten und daher kann dieses Gerät so kostengünstig hergestellt werden. Die meisten Funktionen sind Software! Vergebens sucht man daher nach einem Poti für den Hub etc. Hier die Liste der Features dieses Ein-Chip-Transceivers:

§ Voll integrierter Frequenz Synthesizer und VCO

§ 134 – 174 und 400 – 500 MHz

§ Alle Kanalraster hinunter bis 6.25 kHz

§ Digital Auto Frequency Control

§ Digital Auto Gain Control

§ Programmierbare Pre- und Deemphasis

§ S-Meter, VOX, Squelch

§ CTCSS/CDCSS Encoder – Decoder

§ CTCSS mit 120/180/240 Grad Phasenverschiebung

§ 23/24 Bit programmierbarer DCS Code

§ DTMF und programmierbarer Doppelton

§ Schlafmodus

§ programmierbarer Rufton (z.B. 1750 Hz)

§ 8 GPIO’s (General Purpose Input/Output)

§ 3-wire/4-wire/I2C serial control bus interface

§ Wie bereits erwähnt: 8dBm PA

§ Analoge und digitaler Lautstärke-Einstellung

§ NF Kopfhörerausgang 32 Ohm

§ Speisespannung 3.3 – 4.8V

§ Und das in einem 32 Pin QFN Package mit 5x5mm!

Sogar die Bias-Spannung für die PA wird bei Bedarf vom Chip geliefert (1.5 – 2.8Volt). Nur schade, dass der I/Q-Ausgang vor dem A/D-Wandler nicht herausgeführt wird. Ich könnte mir vorstellen, dass man mit dem Chip zum Beispiel auch SSB darstellen könnte. Das gäbe dann das Super-Handy und würde kaum mehr kosten. 








Baofeng UV-3R Modifikation

Veröffentlicht am 26. Juli 2011


Die geringe Unterdrückung der Oberwelle bei 288 MHz beim UV-3R hat mir keine Ruhe gelassen. Ausserdem liebe ich es, technischen Apparaturen und insbesondere Funkgeräten unter die Haube zu schauen.

Das Teil ist leicht auseinander zu nehmen: Knopf abschrauben, Antenne weg, Batterie raus und zwei lange Schrauben gelöst, und schon kann man den Elektronikblock aus der Schale ziehen. Um an die Bestückungsseite des Prints zu gelangen, muss dieser jedoch vom Metallchassis entfernt werden. Dazu ist die Mutter des Drehreglers zu lösen und es müssen vier Schrauben, die den Print auf das Chassis drücken, gelöst werden. Bevor man jetzt vorsichtig die Leiterplatte aus dem Chassis ausschlaufen kann, muss noch der Lötkolben angeheizt werden. Denn die SMA-Buchse ist eingelötet. Am besten geht es mit Lötsauglitze. Doch Achtung: es wurde selbstverständlich bleifreies Lot verwendet, die Temperatur des Lötkolbens sollte man entsprechend aufdrehen – am besten aufs Maximum.

Mein Print hat übrigens die Version 10. Man sieht sofort, dass das Gerät nicht nur durchdacht konstruiert, sondern auch sauber verarbeitet wurde. Auch unter dem Mikroskop sehen die Lötstellen gut aus. Interessant ist, dass keine Verkabelung zu sehen ist, auch der Lautsprecher wird mit Federn kontaktiert. Doch nun zur Modifikation. Sie entspricht der Mod von WA5ZNU, also ein C von 33 bis 47pF in der Position C89 (siehe Schema unten). Da ich keinen 33pF SMD zur Hand hatte, habe ich einen bedrahteten 33pF eingelötet. Obschon der Kleinste aus meiner Bastellkiste, ist es ein Monsterteil im Vergleich zu den 0402 SMD-Komponenten auf dem Print :-)

Das Zusammensetzen ging problemlos vonstatten und die anschließende Messung zeigte nun eine Unterdrückung der Oberwelle von -50 dB. Zudem ist die Sendeleistung im 2m Band auf 2.5 Watt gestiegen. Ein erfreuliches Resultat. Mit der zusätzlichen Selektionswirkung der Antenne dürfte das Signal auf 288 MHz nun ca. -60 dB unter dem Hauptsignal liegen. 




Soweit also der Blick zurück in das Jahr 2011. Die Geräte sind nach wie vor vom BAKOM verboten und ich wundere mich jeweils, wenn so ein Teil wieder mal auf Ricardo auftaucht. Finger weg, kann ich nur dazu sagen. 
Wie gut das neue 15 Franken Handy ist, weiß ich nicht. Aber ich werde mich hüten, es zu beschaffen und zu testen ;-)


Sonntag, 27. August 2017

"Was macht meine 2m-GP bei dir?"








Kommt euch die kleine GP auf dem Gartenzelt auch bekannt vor?
Ein Bild von ihr war kürzlich in meinem Blog zu sehen. Das ist auch Jürgen DL4KE aufgefallen. Er hat mir dazu eine Mail geschrieben, mit dem Titel: Was macht meine 2m GP bei dir?

Gruezzi Toni,
hab' mal wieder Deine Perlen genossen, da kam mir doch ein bekanntes Gebilde unter:
Diese kleine weisse 2m-GP. Sie war bei mir mehr als 1 Jahrzehnt auf der Mess- und Empfangsstation der DW im Bergischen beheimatet. Ich war ja unter der Erde, aber irgendwie brauchte ich immer ein bisschen Kontakt auf dem Koelner Relais oder dem OV-Kanal, besonders waehrend der Nacht- und Wochenenddienste. Und sie war auch einmal sowas wie eine Notfunkantenne, als uns naemlich waehrend eines Gewitters ein "GAU" ereilte:
Erst war ein Stromnetz weg, ich konnte mit einem Riesenrad auf ein 2tes Stromnetz umschalten und auch das war Minuten spaeter "tot". - Na ja - wir hatten ja sowas wie eine "USV", aber denkste: geplant fuer einen ganzen Tag Versorgung der wichtigsten Rechner und Empfaenger, gab auch diese nach kurzer Zeit den Geist auf. Auch der naechste handy-mast
hatte keinen Strom mehr. 
Da konnte ich dann via OV-QRG aus dem batteriebetrieben 817 dank dieser Antenne unser Haupthaus in Koeln verstaendigen lassen, dass weder SAT- noch KW-Ueberwachung funktioniert. Nur einmal passiert, aber ein beruhigendes Gefuehl so ein Afu-Geraetchen als back up zu haben.

Nun ist das Geschichte: vor ein paar Monaten wurden alle noch dahinduempelnden Reste der Empfangsstation ausgeraeumt und ich durfte noch einmal dazukommen und meine Antenne abbauen. Stand sie nun einige Monate hinter meiner Garage und am letzten Wochenende kam mir die Idee, sie mal eben an das Zelt zu flanschen, gehts so doch einige dBchen besser als mit dem Gummiknueppel. Das war das erste "QRP-Notfunk"-Wochenende, morgen (Fr) Nachmittag gehts nochmal los. Mit Strom aus dem Solarpanel oder Tretgenerator. 
Das kleine 12 Euro Kaestle aus CHN zum Laden der Batterien muss ich noch auf "Geraeusche" testen. Beim ersten Funkbetrieb war nichts weiter aufgefallen. Aber ich will mal mit dem Transistorradio ganz nah dran gehen. 
Im Anhang noch ein paar "Impressionen" nur so aus Spass an d'r Freud' fuer Dich.
Toni - ich wuensche Dir ein schoenes Wochenende.
73
Juergen
DL4KE
(Die Tonne ist mein PKW Ersatz Gegengewicht...hi)


Vielen Dank lieber Jürgen für deinen interessanten Bericht und die mitgesendeten Bilder, die ich gerne auch unseren Lesern zeige.